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Onkologie

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Da FDG als Standard Tracer in der Onkologie den Stoffwechsel von Tumoren relativ unspezifisch adressiert, besteht eines der wichtigsten Ziele der radiopharmazeu-tischen Forschung darin, selektive Targets der Tumorgenese zu identifizieren und dafür spezifische Sonden durch Leitstruktursuche abzuleiten. Neben der spezifischen Interaktion mit beispielsweise einem bestimmten Enzym des Tumors, das fehlreguliert ist, muss das Molekül über eine Funktion verfügen, die mit einem Radionuklid markierbar ist. Beim Prostatakarzinom ist z.B. eine bestimmte Peptidase (Glutamyl-Carboxy-Peptidase-II) überexprimiert, die ganz gezielt mit radioaktiven Molekülen, die dieses Enzym selektiv blockieren, adressiert werden kann. Neben der selektiven Adressierung muss das Molekül auch über eine signalgehende Einheit verfügen. Dazu wird es mit einem Radionuklid in der Regel 18F-Chlorid markiert, um über…. Der GCP-II Peptidase visualisieren zu können. Da diese Molekül auch über eine radioaktive Markierung verfügt, kann es somit die Überexpression und damit das Prostatakarzinom anzeigen. Die bisher bekannten Tracer fokussieren dabei auf Radiometalle. Unsere Arbeitsgruppe arbeitet an [18F]-markierten Tracern auf Harnstoff-Basis, die den Vorteil haben, dass sie in hohen Aktivitätsmengen hergestellt werden können. Außerdem arbeiten wir an COX-2-spezifischen Tracern, die zur Detektion des Kolon-Karzinoms und zur Bildgebung von Entzündungsprozessen eingesetzt werden können.