Forschung & Entwicklung

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Neurodegeneration

Neurodegeneration

Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Zahl der demenziellen Erkrankungen stark an. Eine eindeutige Diagnose ist jedoch meist erst post mortem mittels immunhistochemischer Methoden möglich. Mittels der PET wird es allerdings möglich, pathologische Prozesse, die mit der Alzheimer Erkrankung assoziiert sind, nicht invasiv bereits in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung darzustellen. Dazu bedienen wir uns aktuell eines radioaktiven Biomarkers, der spezifisch extra- und intrazelluläre Eiweißablagerungen adressiert, deren Bildung nach der Amyloid-Kaskaden-Hypothese typisch für den Verlauf der Erkrankung ist. Da aber letztlich noch nicht bekannt ist, in wie weit Amyloid-Ablagerung wirklich zum Fortschreiten der Erkrankung beitragen, arbeiten wir an der Etablierung eines Markers, der spezifisch an hyperphosphoryliertes Tau-Protein bindet. Diese Neurofibrillenpathologie beruht auf Tau-Protein Ablagerungen, die durch Fehlregulation des Zytoskelettaufbaus der Nervenzellen hervorgerufen werden. Dadurch bilden sich unlösliche Filamente in den Nervenzellen, die letztlich zum Absterben dieser Neurone führen. Erste Validierungen dieser Art von Tracern lassen darauf schließen, das diese Tracer prinzipiell besser geeignet erscheinen, um den Verlauf oder die Schwere der Alzheimer Erkrankung beurteilen zu können.

Da die Radiomarkierung dieser komplexen Moleküle aufwändig und schwierig ist, wird auch hier nach neuen Radiomarkierungsmethoden gesucht, die es ermöglichen, das Molekül schnell und einfach in hohen radiochemischen Ausbeuten zu erhalten.